Schmalz Vakuumlösung

Drei in einem: Konfiguration, CAD-Daten und Angebot

Referenzen (Projektstory)

Der Spezialist für Vakuumtechnik Schmalz hat sein umfangreiches modulares Produktprogramm fest im Griff – der von encoway entwickelte Angebotskonfigurator ermöglicht Vertriebsmitarbeitern weltweit schnelle Konfigurationen von Komponenten und Systemen. Die CPQ-Software prüft deren Baubarkeit und erstellt einheitliche, ansprechende Angebote. Automatisch generierte 3D-CAD-Zeichnungen gehören dazu und bieten Schmalz-Kunden direkt praktischen Nutzen für die Werksplanung. Die Anbindung an das betriebliche ERP-System gewährleistet die korrekte Preisfindung und effiziente Weiterverarbeitung der Auftragsunterlagen.

Kundeninformation

Schmalz ist der weltweit führende Anbieter in der Automatisierungs-, Handhabungs- und Aufspanntechnik und bietet Kunden aus zahlreichen Branchen innovative und effiziente Lösungen aus dem Bereich der Vakuumtechnik. Die Produkte von Schmalz werden in verschiedensten Produktionsprozessen eingesetzt, wie zum Beispiel als Greifer an Roboterarmen in der Karosseriefertigung, in CNC-Bearbeitungszentren als Aufspannlösung für Möbelteile oder mit einem Bediener bei manuellen Hebeaufgaben von Kartonagen bis Solarmodulen. Das Unternehmen beschäftigt am Hauptsitz in Glatten (Schwarzwald) und in 16 Niederlassungen im Ausland mehr als 1.000 Mitarbeitende.

Vakuum-Komponenten und Vakuum-Greifsysteme ermöglichen Produktivitätssteigerungen in automatisierten Prozessen. Vakuum-Handhabungssysteme unterstützen die menschlichen Bediener, wenn sich Hebeaufgaben nicht automatisieren lassen. In Umschlagzentren, in der Intralogistik und Produktion bewegen sie unterschiedlichste Lasten vom Karton bis zum Solarmodul.

Die J. Schmalz GmbH hat ein umfangreiches Programm an Komponenten und modularen Systemen. Die komplexen Produkte werden aus dem Baukasten anwendungsspezifisch konfiguriert. Dabei sind zum Beispiel die Form der Last, das Gewicht, die Hubhöhe und Hubdistanz zu berücksichtigen. Vor Einführung der encoway-Software nutzte der Vertrieb einzelne Excel-Tools zur Konfiguration. Nun wurde eine umfassende CPQ-Software eingeführt, unter anderem um dem starken Unternehmenswachstum gerecht zu werden.

 

Vakuum-Greifsystem
Vakuum-Greifsysteme von Schmalz haben unterschiedlichste Werkstücke fest im Griff

Matthias Beschorner, Projektmanager Unternehmensprojekte IT bei Schmalz, der das Softwareprojekt von Anfang an begleitete, erklärt: „Wir wollten neue Vertriebsmitarbeiter zum Beispiel auch in China schnell in die Lage versetzen, Standardprodukte so zu konfigurieren, dass eine korrekte und für die Kundenanwendung optimale Lösung herauskommt. Damit reduzieren wir die Anfragen zu Standardkonfigurationen an unseren Innendienst. Für diesen ist der eingesparte Zeitaufwand eine wesentliche Entlastung.“ Hartmut Schlee, Leiter Internationale Vertriebsanwendungen und Prozesse bei Schmalz, nennt ein weiteres Projektziel: „Da die CAD-Datenerstellung für konfigurierbare Systeme zum Teil erheblichen Konstruktionsbedarf verursachte, wollten wir sie automatisieren. Es sollte keine Insellösungen für verschiedene Produktgruppen geben, sondern ein einheitliches System, das professionell und zukunftsfähig ist.“

„Der Zusatznutzen durch die 3D-PDFs ist gigantisch. Die Konstruktionszeichnungen sind für viele Kunden ein Muss und mittlerweile für uns ein Wettbewerbsvorteil.“

Leistungsumfang ausgeweitet


„Bisher nutzten wir Excel-Tools“, berichtet Schlee, „im Gespräch mit dem Vertrieb und den Geschäftsbereichen haben wir festgestellt, dass ein Vertriebskonfigurator, der wie ein Frage-Antwort-Spiel funktioniert, unsere Ansprüche am besten erfüllen würde. Per Internetsuche bin ich auf den ‚Marktführer Produktkonfiguration‘ von Dr. Axel Brinkop gestoßen, der neben verschiedenen anderen Anbietern auch encoway aufführt. Im Evaluationsprozess zeigten sich große Unterschiede. encoway hat sich eingehend mit unseren Prozessen beschäftigt. Das war eine Herangehensweise, die uns sympathisch ist, weil sie unserem Umgang mit Kundenwünschen entspricht. Wir haben natürlich auch Referenzen befragt. Zuletzt waren drei Firmen übrig, die uns ihre Modelle vorgestellt haben. encoway schnitt am besten ab, unter anderem unter Kostengesichtspunkten.“

Während der Anbieterauswahl wurden die weiterreichenden Möglichkeiten einer CPQ-Software deutlich. Beschorner erzählt: „Wir beschlossen, auch die Angebotserstellung zu integrieren. Dazu musste das Programm auch mit unserem ERP ABAS verknüpft werden, damit wir den richtigen Preis für den Kunden erhalten. So gelangten wir statt zu einer reinen Konfigurationslösung zu einem vollintegrierten Vertriebs- und Angebotskonzept. Aus den Aufträgen können wir nun die Stücklisten ziehen und für die Fertigung wieder in ERP ABAS zurückspielen.“ Die übergreifende Herangehensweise und Automatisierung führte zu einer effizienteren Gestaltung der Unternehmensprozesse.

Der Vakuum-Schlauchheber JumboFlex nimmt Starterbatterien sicher auf, der Bediener gibt lediglich die Richtung vor

Stufenweise Projektdurchführung

Zunächst wurde ein Angebotskonfigurator für manuelle Handhabungssysteme umgesetzt. Wie in den Projektzielen definiert, kann damit jeder ein korrektes Angebot erstellen. Alle nötigen Informationen, die abgefragt werden, ergeben sich aus der Kundenanwendung. Das Programm ist mit ERP-Anbindung im Innendienst im Einsatz. Nach und nach wird eine web-basierte Version über Intranet bei den Auslandstöchtern eingeführt. Außerdem wird es eine Expertenversion geben. Erfahrene Vertriebsmitarbeiter können dann direkt den Produkttyp wählen und das Zubehör freihändig ergänzen. Standardnutzer werden über die Anwendung oder das Transportgut einsteigen und vom Programm geführt werden, das auch das Zubehör vorschlägt.

„Der Erfolg ist in großem Maß dem akribischen Projektmanagement von encoway mit Forecasts und monatlicher Berichterstattung zu verdanken. Daumen hoch, ohne Einschränkungen.“

 

Neben dem Konfigurator für Vakuum-Handhabungssysteme werden Lösungen für die weiteren Geschäftsbereiche erstellt bzw. aktuell diskutiert. Der größte Bereich sind Vakuum-Komponenten. Sie sind zunehmend intelligent und bringen integrierte Funktionen zur Energie- und Prozesskontrolle mit, was eine durchdachte Auslegung erfordert. Das Konfigurationsregelwerk für Vakuum-Greifsysteme wird aktuell erstellt. Ein Konfigurator für Vakuum-Aufspannsysteme ist im Gespräch – er ließe sich zum Beispiel als Online-Ersatzteilfinder nutzen.

Angebot mit 3D-CAD-Zeichnungen

Ein professionelles Angebot intensiviert die Kundenbindung. Der positive Eindruck wird mit Unterlagen, die CAD-Daten mit echtem Nutzwert enthalten, verstärkt. Die Werkplanung kann diese CAD-Daten direkt verarbeiten. Schmalz führte ein einheitliches internationales Angebotsformat ein und berücksichtigte beim Aufbau der Angebote die unterschiedlichen Empfängergruppen. Beschorner erläutert: „Kaufleute und Techniker interessieren unterschiedliche Dinge. Zuvor haben wir sie mit einem Dokument bedient. Das ist heute kundenfreundlicher, da wir quasi zwei Dokumente in einem bieten. Dem Einkauf reicht die Zusammenfassungsseite mit Gesamtpreis, Rabatt und einem Bild des Systems. Techniker finden in der Langfassung alle Details.“


Das Angebot enthält Links zu weiterführenden Produktinformationen über Komponenten im Internet. Für konfigurierte Systeme wird automatisch ein 3D-PDF-Dokument mit Stückliste generiert und im Angebot verlinkt. Die PDF-Datei kann zum einen leicht per E-Mail mit anderen Nutzern geteilt werden. Zum anderen ist sie äußerst zweckmäßig, denn sie enthält Links zum Download eines Bilds sowie der 3D-Daten des konfigurierten Systems (STEP, DXF, DWG). Die automatische Erstellung der 3D-Daten erhöht den Wert der Angebote für Kunden und unterstützt damit auch den Vertrieb. Beschorner urteilt: „Die Angebote sind intelligente Dokumente, mit denen sich der Empfänger gern und intensiver beschäftigt. Aus unserer Perspektive entfällt der Konstruktionsaufwand. Etwa zwei Stunden kann man für eine manuell erstellte Konstruktionszeichnung veranschlagen. Mit dem Konfigurator haben wir ohne Aufwand sofort eine CAD-Zeichnung, die der Kunde direkt in seine Konstruktion ziehen und weiterverarbeiten kann.“

Vakuum-Aufspannsystem
Vakuum-Aufspannsysteme bieten sicheren Halt bei der maschinellen Bearbeitung verschiedenster Werkstoffe, beispielsweise Holz

Fazit

„Den größten Mehrwert hat der Angebotskonfigurator für ausländische Vertriebsmitarbeiter und in Zukunft für Vertriebspartner“, erzählt Schlee. „Sie verkaufen oft nur Komponenten. Wenn sie jetzt eine Anfrage nach einer Systemlösung bekommen, können sie eigenständig ein Angebot erstellen, auch wenn sie sich mit dem Geschäftsbereich nicht detailliert auskennen. Wichtig ist, dass die Konfiguration korrekt ist und die Stückliste stimmt. Nicht zu vergessen: Der Zusatznutzen durch die 3D-PDFs ist gigantisch. Die Konstruktionszeichnungen sind für viele Kunden ein Muss und mittlerweile für uns ein Wettbewerbsvorteil.“

„Um das Variantenmanagement von Anfang an konstruktiv anzugehen, ziehen wir encoway zu Rate, weil das ihre Expertise ist.“

 

Die Zusammenarbeit mit encoway bewerten die Projektbeteiligten durchweg positiv. Schlee, der schon die Anbieterwahl leitete, sagt: „Der Erfolg ist in großem Maß dem akribischen Projektmanagement von encoway mit Forecasts und monatlicher Berichterstattung zu verdanken. Daumen hoch, ohne Einschränkungen.“ Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Beschorner: „Wir sind dabei, eine neue Produktgruppe aufzubauen, die zahlreiche Varianten zulässt. Um das Variantenmanagement von Anfang an konstruktiv anzugehen, ziehen wir encoway zu Rate, weil das ihre Expertise ist.“

Kundennutzen auf einen Blick

  • Fehlerfreie Konfiguration
  • Automatisierte Angebotserstellung optimaler Lösungen für Kundenanwendungen
  • Einheitliches System der CAD-Daten-Erstellung
  • CAD-Daten: Mehrwert für Kunden, Wettbewerbsvorteil für Schmalz
  • Wesentliche Entlastung des Innendienstes durch Reduzierung der Anfragen
  • Automatisierung und effizientere Gestaltung der Prozesse