Duales Studium Informatik: Interview mit zwei DSI'lern

Roman Gischkowski aus Bremen ist 24 Jahre alt und hat 2011 sein Abitur am Fachgymnasium Elektrotechnik der Berufsbildenden Schulen Syke gemacht. Jonas Sell, auch aus Bremen und 25 Jahre alt, hat 2009 sein Abitur am Gymnasium Horn Bremen beendet. Danach hat er ein Freiwilliges Soziales Jahr und einen Work & Travel Aufenthalt in Australien angeschlossen. Nach einem Praktikum bei encoway hat er zusammen mit Roman am 1. August 2011 das Duale Studium Informatik bei encoway begonnen. Roman studiert im Rahmen des DSI an der Universität Bremen, Jonas hingegen an der Hochschule Bremen. Das Gespräch führte Maraike Griebel, Personalreferentin bei encoway.

Warum habt Ihr Euch damals für das Duale Studium Informatik entschieden?

ROMAN: „Ich wollte damals auf jeden Fall studieren, eigentlich aber auch gerne eine Ausbildung machen und konnte mich nicht so recht entscheiden. Auf der Webseite der DSI-Agentur bin ich auf das Duale Studium gestoßen und fand es gleich sehr interessant. So habe ich einen Weg gefunden, beide Wünsche zu kombinieren.
Es hat mir gefallen, dass man sich während des DSI-Studiums keine Gedanken um einen Nebenjob oder einen Praktikumsplatz zu machen braucht. Das gesamte Studium war ich finanziell unabhängig von meinen Eltern. Außerdem ist die enorme Zeitersparnis einfach ein riesiger Vorteil. Nach viereinhalb Jahren haben wir bereits zwei Abschlüsse in der Tasche! Normalerweise würde das mindestens sechs Jahre dauern.“

JONAS: „Wenn man studieren will, muss man sich für einen von scheinbar unendlich vielen Studiengängen entscheiden. Und man weiß dann noch lange nicht, was man hinterher für einen Beruf ausüben wird. Beim DSI ist das viel klarer, da weiß man: Wenn ich das schaffe, bin ich optimal für einen Beruf qualifiziert. Und man hat realistische Chancen, hinterher direkt im Unternehmen eingestellt zu werden. Sorgen um meine Zukunft habe ich mir eigentlich nie gemacht.“

Interview Duales Studium Informatik bei encoway
Die DSI'ler Roman Gischkowski (links) und Jonas Sell (rechts) im Gespräch mit Personalreferentin Maraike Griebel

Was zeichnet das DSI bei encoway aus?

JONAS: „Die Praxiserfahrung, die ich als DSI‘ler bei encoway gesammelt habe, ist unheimlich wertvoll. Vieles, was wir im Studium gelernt haben, konnte ich bei encoway anwenden und andersherum. Wir wurden schnell in richtige Kundenprojekte eingebunden und konnten uns so einen großen Vorteil gegenüber den anderen Studenten erarbeiten. Jetzt haben wir schon am Ende unserer Ausbildungszeit mehrere Jahre Berufserfahrung und wissen, wie es in der Praxis abläuft.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die hohe Übernahmewahrscheinlichkeit bei encoway. Auch die wertvollen Kontakte, die ich während der Ausbildung sammeln konnte, sind ein toller Nebeneffekt.“

ROMAN: „Besonders von der jahrelangen Erfahrung von encoway in der Durchführung des DSI sowie in der Zusammenarbeit mit der Uni Bremen und der Hochschule Bremen habe ich stark profitiert. Mein Betreuer bei encoway hat selbst an der Uni Bremen studiert und weiß, wie die Uni „tickt“. Bei encoway gab es immer jemanden, der mir meine Fragen beantworten und helfen konnte.
Was wir während unserer Ausbildung bei encoway stark wahrgenommen haben, ist, dass unser Geschäftsführer Christoph Ranze voll hinter dieser Ausbildung steht und es als wichtiges Element der Personalarbeit ansieht - das war immer ein sehr beruhigendes Gefühl. Außerdem machen die familiäre Atmosphäre und die Tatsache, dass sich hier jeder duzt, das Arbeiten bei encoway sehr angenehm.“ 

Was waren Eure Aufgaben bei encoway?

JONAS: „Wir haben die meiste Zeit zusammen mit den anderen Kollegen in echten Projekten gearbeitet. Wir wurden also schon nach wenigen Wochen auf den Arbeitsalltag losgelassen und konnten direkt produktiv mithelfen. Außerdem wurden wir immer von einem Betreuer unterstützt, der uns mit Aufgaben versorgte.“

ROMAN: „Und dabei haben wir einmal im Jahr die Abteilung gewechselt, damit wir möglichst viele verschiedene Projekte und Produkte von encoway kennen lernen.“

Was ist Euch während des DSI schwer gefallen?

ROMAN: „Ich habe schon gemerkt, dass ich wegen der dreifachen Belastung mit Betrieb, Berufsschule und Uni weniger Freizeit hatte als meine Kommilitonen. Aber darauf war ich ja vorbereitet.“

JONAS: „Besonders zum Ende des DSI, wo noch die Bachelorarbeit hinzukam, wurde es schon ziemlich stressig. Zwar fiel da schon die Ausbildung weg – die hatten wir ja bereits abgeschlossen – aber trotzdem war das Arbeitspensum recht hoch.“

Würdet Ihr Euch aus heutiger Sicht wieder für das DSI entscheiden?

ROMAN: „Ja!“

JONAS:
Ja, die Vorteile überwiegen einfach.“

Was war Euer Highlight während des DSI?

ROMAN: „Ich fand es schon immer am besten in einem Projekt mitzuarbeiteten und einen echten Beitrag zu leisten. Produktiv zu arbeiten und am Ende ein Ergebnis bestaunen zu können, und das Ganze noch in einem netten Team, das war mein Highlight.“

JONAS: „Das gilt für mich genauso, die Praxis war das Highlight.“

Was meint Ihr, was sollte man persönlich mitbringen für ein erfolgreiches DSI?

ROMAN: „Vor allem Interesse an Softwareentwicklung. Erfahrung in der Programmierung braucht man aber nicht unbedingt, das lernt man ja in der Ausbildung. Außerdem ist ein gutes Organisationstalent von großem Vorteil. Man muss immerhin drei Ausbildungsorte unter einen Hut bringen. Man sollte außerdem gewissenhaft und zielstrebig sein. Es kann nämlich schon mal vorkommen, dass man noch abends nach der Arbeit oder am Wochenende für Klausuren lernen muss.“

JONAS: „Um im Studium zurechtzukommen, sind außerdem solide Skills in Mathematik und Englisch wichtig. Der große Matheanteil ist für viele Studenten eine der größten Herausforderungen. Und eine gewisse Sicherheit in Englisch ist im Arbeitsalltag eines Informatikers an vielen Stellen sehr nützlich.“

Was kommt bei Euch nach dem DSI?

JONAS: „Ich bin nach dem Ende des DSI direkt als Softwareentwickler übernommen worden und unterstütze encoway in Kundenprojekten.“

ROMAN: „Ich beende gerade meine Bachelorarbeit. Danach stehe ich encoway als Mitarbeiter zur Verfügung.“

Vielen Dank an Euch beide für dieses Gespräch!

 

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