Typschlüssel - Fluch oder Segen?

Veröffentlicht in Magazin (Praxis)

Dr. Thorsten Krebs am 26. Oktober 2016

Wir stellen den Typschlüssel auf den Prüfstand – diskutieren Sie mit!

Egal ob Prozessindustrie oder Elektrotechnik, ob Automation oder Sensorik , ob Lebensmittel- oder Automobilindustrie – der Trend zu immer variantenreicheren Produkten ist für Komponentenhersteller heute Tagesgeschäft. Was wir dabei immer wieder beobachten ist dieselbe Herausforderung für alle Hersteller: der Typschlüssel skaliert nicht!

Typschlüssel, häufig auch Sachnummer oder Bestellcode genannt, sind menschenlesbare Schlüssel. Sie identifizieren eine eindeutige Variante eines konfigurierbaren Produkts und sehen so oder ähnlich aus: „ABCD-12-3E-F-45-G6“. Ein solcher Schlüssel kodiert die Teilmenge der für die Konfiguration relevanten Merkmale. Er steht also eindeutig für eine Produktkonfiguration, mit den in den einzelnen Stellen kodierten Merkmalswerten. Die Darstellung des Typschlüssels zum Kunden ist geradezu selbstverständlich für die meisten Komponentenhersteller. Häufig wird der Aufbau des Schlüssels sogar in einem Datenblatt grafisch erklärt.

Um menschenlesbar zu bleiben, darf ein solcher Schlüssel eine bestimmte Länge und Komplexität jedoch nicht überschreiten. Und genau hier kollidiert diese etablierte Tradition mit den aktuellen Anforderungen der Individualisierung: der Typschlüssel skaliert nur bis zu einer endlichen Menge an Produktvarianten. Darüber hinaus ist eine Kombination von konfigurierbaren Produkten nicht mehr sinnvoll in einem einzelnen Typschlüssel abbildbar.

Und trotzdem wird am Typschlüssel fest gehalten. Warum? 

Klar ist: Der Kunde braucht eine Bestellreferenz. Über diese erhält er Informationen zu seinem Einzelprodukt, zu seiner Zusammenstellung und er kann mit ihr die Wiederbeschaffung einleiten. Aber gibt es weitere Anforderungen, die diese Art Schlüssel notwendig machen? Gibt es andere Rollen, neben dem Kunden, die so ggf. abweichende Informationen benötigen? Und vor allem: muss diese Referenz menschenlesbar sein?

Ich bin überzeugt, dass Firmen Unsummen von Geld „verbrennen“, um mit dem Typschlüssel nicht (mehr) benötigte Strukturen am Leben zu erhalten!

Wie ist Ihre Meinung dazu? Nennen Sie mir Ihre aktuellen Herausforderungen. Haben Sie Lösungsansätze? Auch bereits erlebte Fehlschläge sind hilfreich. Denn ich werde den Input verwenden, um ein Meinungsbild aller teilnehmenden Komponentenhersteller zu entwickeln. Auf Wunsch bleiben Sie natürlich anonym. Verorten Sie sich anschließend selbst in dieser Übersicht und profitieren Sie von der Zusammenfassung und den Erfahrungen anderer. Bei Interesse würden wir darüber hinaus einen Roundtable zu diesem Thema einrichten.

Rufen Sie mich an, schreiben Sie mir eine Mail – auf Wunsch melde ich mich auch gerne bei Ihnen zu einem vereinbarten Termin. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung!

Dr. Thorsten Krebs, +49 (0421) 33003 - 564, krebs@encoway.de 

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