Fachkräftemangel im Maschinenbau. Personal als Puzzleteil fehlt

Fachkräftemangel im Maschinenbau: So umgehen Sie einen Engpass

Fachkräftemangel: Der Begriff ist in der Industrie allgegenwärtig. Aber wie stark ist der Bedarf nach Fachkräften im Maschinen- und Anlagenbau wirklich? Und mit welchen Maßnahmen können Unternehmen gegensteuern?

Inhaltsverzeichnis

Wie sehen Maschinen- und Anlagenbauer die derzeitige Lage in Bezug auf den Fachkräftemangel?

Im Maschinen- und Anlagenbau ist der Fachkräftemangel deutlich zu spüren. 43% der Maschinenbauer beklagen einen Mangel an Fachkräften, laut ifo Konjunkturtest* vom Juli 2022. Und es ist keine Besserung in Sicht: 40 % der Unternehmen gehen laut VDMA* davon aus, dass sich der Fachkräftemangel in der nächsten Zeit weiter verschärft.

Als Folge können Angebote nicht mehr angenommen werden und es drohen Ausfälle in der Produktion. Langfristig führt ein Fachkräftemangel zu Umsatzeinbußen.

Der Fachkräftemangel/die Demografie wird von den Befragten als größtes Risiko unter acht aktuellen zentralen Themen des Maschinen- und Anlagenbaus gesehen – und sogar noch vor Herausforderungen wie Inflation, Decoupling oder Klimawandel genannt„, sagt Florian Scholl, Experte für Arbeitsmarktstatistik im VDMA.

Neben dem Verlust der Arbeitskraft geht ein Verlust von Fachwissen einher. Viele Mitarbeiter nehmen ihr Produkt- und Lösungswissen zu großen Teilen mit „in die Rente“. Neue Mitarbeiter müssen diesen Wissensstand erst einmal erreichen. Dies ist mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden und kostet Unternehmen enorme finanzielle Ressourcen.

Risikofaktor: Demografischer Wandel

Die Hauptursache für einen Fachkräftemangel ist zurzeit der demografische Wandel. Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Also gehen immer mehr Arbeitskräfte in den Ruhestand als in die Erwerbstätigkeit eintreten. Aktuelle Vorausberechnungen besagen, dass 2030 bereits 3,9 Millionen Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter sein werden (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz).

Grafik Fachkräftemangel - Reduktion der Personen im erwerbsfähigen Alter

Unternehmen bekommen immer größere Schwierigkeiten Fachkräfte zu finden und für sich zu begeistern. Schließlich haben in Zeiten von Personalmangel die Arbeitnehmer die Freiheit aus diversen Jobangeboten zu wählen.

Fachkräftemangel oder Personalengpass?

Ein Fachkräftemangel liegt dann vor, wenn über einen längeren Zeitraum eine große Nachfrage nach Fachkräften ungedeckt bleibt. Konkret bedeutet dies: Es gibt mehr unbesetzte Stellen für Fachkräfte, als es Arbeitskräfte am Markt gibt. Wenn dieser Mangel an Fachpersonal nicht flächendeckend ist, sondern nur einige Regionen oder Branchen betrifft, wird die Situation auch Fachkräfteengpass genannt.

So wirken Sie dem Fachkräftemangel entgegen

Es gibt eine Reihe an Maßnahmen, die den Fachkräftemangel und seine Auswirkungen abmildern können.

Fachkräfteeinwanderung

Die Experten des VDMA sehen eine Stellschraube gegen den Fachkräftemangel in der Zuwanderung. Seit dem 01. März 2020 gibt es das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in der Bundesrepublik Deutschland. Dieses Gesetz soll die Regelungen für die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland erleichtern. Der VDMA fordert, dass diese Erleichterungen geprüft werden müssen. Der Verband schlägt unter anderem weitere Erleichterungen für die Zuwanderung von Auszubildenden aus dem Ausland vor.

Potenziale nutzen

Aber nicht immer sind „nur“ mehr Mitarbeiter die Lösung. Besonders in Zeiten von Fachkräftemangel lohnt es sich, die eigenen Prozesse genauer zu betrachten. Wie kann effizienter gearbeitet werden? Wie kann Fachwissen im Unternehmen und nicht nur in einzelnen Köpfen verankert werden?

CPQ-Software kann hier – besonders für den Anlagen- und Maschinenbau – eine Lösung sein. CPQ steht für Configure, Price, Quote. Die Lösung erstreckt sich also von der Produktkonfiguration, über die Preisfindung bis hin zur Angebotserstellung und darüber hinaus. Tief verankert in die Prozesse, optimiert die Software eben genau diese.

CPQ-Software nimmt Arbeitskräften unnötige Arbeit ab. So gewinnen Mitarbeiter mehr Zeit, beispielsweise für eine bessere Beratung oder um mehr Angebote zu erstellen. Zudem bedarf es durch die Software weniger Abstimmungen zwischen Vertrieb und Produktion, da das gesamte Produktwissen im Regelwerk des Konfigurators gespeichert ist. Das spart Zeit und verhindert Fehler! 

Vom Kopfmonopol zum digitalem Firmenwissen

Während viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen und mit ihnen das Fachwissen, sorgt die CPQ-Software für die Sicherung des Knowhows. Denn in der Software wird beim Aufbau des Konfigurators das gesamte Beziehungswissen eines Produktes erfasst und abgelegt. Damit wird das Wissen der einzelnen Kopfmonopole digitalisiert und für das Unternehmen gespeichert. So bleibt das Knowhow dank CPQ-Lösung im Unternehmen.

Vorhandene Ressourcen besser einbinden

Des Weiteren sollten die verschiedenen vorhandenen Arbeitnehmer betrachtet werden, denn auch hier existieren Möglichkeiten, um gegen den Fachkräftemangel zu wirken. So können Eltern flexiblere Arbeitszeiten geboten werden, die es ihnen erlauben, mehr zu arbeiten. Zudem können auch ältere Fachkräfte an das Unternehmen gebunden werden. Die Frühverrentung hat einen erheblichen Beitrag an dem akuten Fachkräftemangel. Außerdem können Menschen mit Behinderung besser inkludiert und die Arbeitsstunden von Teilzeitkräften aufgestockt werden.

Unternehmen attraktiver gestalten

Insbesondere junge Arbeitnehmer haben eine große Auswahl an potenziellen Arbeitgebern. Daher muss der zukünftige Arbeitsplatz neben einem guten Gehalt weitere Benefits bieten. Dabei können flexible Arbeitszeiten sowie eine passende Unternehmenskultur und hybride Arbeitsmodelle eine Rolle spielen.

Unternehmen haben keine freie Auswahl

Die Zeiten, in denen Arbeitgeber sich die Arbeitnehmer aussuchen konnten, sind allmählich vorbei. Vielmehr heißt es heute für Unternehmen, die eigenen Potenziale richtig zu nutzen und das Unternehmen möglichst attraktiv für Arbeitnehmer zu gestalten. Nur so können Aufträge auch in Zukunft angenommen und verarbeitet werden.

Wenn Sie mehr zum Thema CPQ-Software erfahren sowie weitere Vorteile eines Konfigurators kennenlernen möchten, freuen wir uns auf Ihren Kontakt:

Sebastian Behnen
Sebastian Behnen

Geschäftsleitung, encoway GmbH
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